Brand eines Schweinestalls
Einsatz 2026-0065 | Veröffentlicht am
Gemeinsam mit zahlreichen weiteren Feuerwehren wurden wir gegen 15:30 Uhr zum Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens mit Schweinehaltung nach Beutelhausen im Gemeindegebiet Adlkofen alarmiert.
Da wir zu den ersteintreffenden Feuerwehren gehörten, übernahmen wir unmittelbar nach unserer Ankunft eine wichtige Aufgabe: Das angrenzende Wohngebäude und ein weiterer Anbau mussten vor einem Übergreifen des Feuers geschützt werden. Hierfür errichteten wir unverzüglich eine Riegelstellung und nahmen zunächst zwei C-Strahlrohre vor. Gleichzeitig stellten wir die erforderliche Löschwasserversorgung her.
Im weiteren Verlauf wurde von uns ein drittes C-Strahlrohr zur Brandbekämpfung eingesetzt. Außerdem speisten wir die Drehleiter aus Geisenhausen mit Löschwasser, damit vom Drehleiterkorb aus eine Brandbekämpfung von oben erfolgen konnte. Weitere Kräfte unserer Feuerwehr standen als Atemschutzgeräteträger zur Verfügung. Unser Mannschaftstransportwagen wurde unterdessen zur Verkehrsabsicherung eingesetzt.
Neben der Brandbekämpfung hatte die Rettung der Tiere eine hohe Priorität. Unsere Mannschaft unterstützte dabei, die Schweine aus dem betroffenen Stall zu treiben. Die Tiere wurden anschließend zu einem nahe gelegenen Schweinestall transportiert. Auch dort halfen unsere Einsatzkräfte beim Entladen aus den Transportfahrzeugen und Anhängern sowie beim Eintreiben in die bereitgestellten Stallungen.
Für die Suche nach verbliebenen Glutnestern wurde eine Drohne mit Wärmebildkamera eingesetzt. Der Drohnenpilot konnte die betroffenen Bereiche aus der Luft erkennen und unsere Löschmannschaften gezielt dorthin lotsen. Auf diese Weise ließen sich zahlreiche versteckte Glutnester schnell auffinden und ablöschen.
Besonders aufwendig gestalteten sich die Löscharbeiten an einer größeren Menge aus Stroh und anderem landwirtschaftlichen Lagermaterial, in der sich auch brennendes Düngemittel befand. Das Material musste mit einem Bagger auseinandergezogen werden, damit die tiefer liegenden Brandstellen erreicht werden konnten. Da es trotz der laufenden Löschmaßnahmen immer wieder zu einem erneuten Aufflammen kam, bedeckten wir das auseinandergezogene Brandgut abschließend mit einer etwa fünf Zentimeter starken Schaumschicht. Dadurch wurde der Sauerstoffzutritt unterbunden, das Material weiter gekühlt und einem erneuten Aufflammen entgegengewirkt.
Die hohen sommerlichen Temperaturen stellten für alle eingesetzten Kräfte eine zusätzliche Belastung dar. Deshalb wurden die Mannschaften an den Strahlrohren etwa alle 20 bis 30 Minuten ausgetauscht. Während eine Mannschaft arbeitete, konnte sich die jeweils abgelöste Besatzung ausruhen, ausreichend trinken, etwas essen und sich für den nächsten Einsatz vorbereiten. Dieser regelmäßige Wechsel wurde über viele Stunden hinweg konsequent fortgeführt.
Nach insgesamt rund zwölf Einsatzstunden kehrten wir gegen 03:30 Uhr zum Feuerwehrgerätehaus zurück. Auch dort war die Arbeit noch lange nicht abgeschlossen. Die Fahrzeuge mussten wieder vollständig mit Schläuchen und Atemschutzgeräten bestückt sowie die eingesetzten Geräte, Fahrzeuge und Schutzkleidungen gründlich gereinigt werden. Hinzu kamen die erforderlichen Maßnahmen der persönlichen Einsatzhygiene. Erst danach konnte die Einsatzbereitschaft unserer Feuerwehr vollständig wiederhergestellt werden.
Galerie
Einsatzdetails
Einsatzstichwort
B4 Landwirtschaft
Einsatzart
Brand
Einsatz Alarmierung bis Ende
12.08.2026 15:30 Uhr bis 13.08.2026 03:30 Uhr
(12 Stunden )
Einsatzort
Adlkofen, Beutelhausen
Alarmierungsarten
Alarmierte Einheiten
Fahrzeuge