Vollbrand zweier Kleintransporter
Einsatz 2026-0071 | Veröffentlicht am
Wir wurden zu einem gemeldeten Pkw-Brand in die Königsfelder Straße in Niederaichbach alarmiert. Noch während der Anfahrt teilte die Integrierte Leitstelle über Funk mit, dass mittlerweile drei Fahrzeuge in Brand geraten seien.
Beim Eintreffen bestätigte sich ein ausgedehnter Fahrzeugbrand: Zwei Fahrzeuge standen bereits in Vollbrand, ein unmittelbar daneben abgestellter Pkw war durch die starke Hitze und die Flammen ebenfalls beschädigt worden. Gemeinsam mit uns waren der Rettungsdienst und die Polizei alarmiert.
Aufgrund der enormen Hitzeentwicklung sowie der schwierigen Löschwasserversorgung wurde umgehend die Feuerwehr Wörth mit einem weiteren wasserführenden Fahrzeug nachalarmiert. Der einzige Unterflurhydrant in unmittelbarer Nähe war zunächst nur schwer erreichbar, da der Zugang durch die brennenden Fahrzeuge und die starke Wärmestrahlung erheblich erschwert wurde. Im weiteren Verlauf kam außerdem die Feuerwehr Goldern zur Unterstützung hinzu.
Unter schwerem Atemschutz leiteten wir einen massiven Löschangriff mit zwei C-Rohren ein. Parallel dazu wurde der Unterflurhydrant zugänglich gemacht und eine stabile Löschwasserversorgung aufgebaut. Die Feuerwehr Wörth unterstützte die Brandbekämpfung mit einem weiteren Atemschutztrupp.
Gleichzeitig musste die Kreisstraße LA 11 vollständig für den Verkehr gesperrt werden. Bei den umfangreichen Verkehrsabsicherungsmaßnahmen wurden wir durch die Feuerwehr Goldern unterstützt.
Nach kurzer Zeit konnten die Flammen niedergeschlagen und die beiden in Vollbrand stehenden Fahrzeuge abgelöscht werden. Im Anschluss folgten umfangreiche Nachlöscharbeiten. Um an Glutnester im Laderaum eines Kleintransporters zu gelangen, mussten dessen Hecktüren mithilfe unseres akkubetriebenen Rettungssatzes mit Rettungsspreizer geöffnet werden. Nach der weiteren Kühlung wurden die Fahrzeuge zusätzlich mit Löschschaum abgedeckt, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.
Die beiden vom Brand betroffenen Fahrzeuge brannten vollständig aus und mussten durch einen Abschleppdienst abtransportiert werden. Das dritte Fahrzeug wurde durch die starke Hitzeeinwirkung ebenfalls beschädigt. Die Polizei stellte die ausgebrannten Fahrzeuge sicher und übernahm die weiteren Ermittlungen. Die Brandursache ist derzeit noch unbekannt.
Eine zusätzliche Herausforderung stellten die ausgetretenen Betriebsstoffe dar. Aufgrund des abschüssigen Geländes liefen Löschwasser, Kraftstoff und Öl auf die Kreisstraße LA 11 sowie weiter in die tiefer gelegene Schlossgasse. Durch die starke Verunreinigung waren die Fahrbahnen äußerst rutschig. Die Schlossgasse wurde deshalb durch die Feuerwehr und den Bauhof der Gemeinde Niederaichbach vollständig für den Verkehr gesperrt.
Die Kreisstraße LA 11 wurde durch den zuständigen Straßenbaulastträger des Landkreises begutachtet. Für die notwendige Fahrbahnreinigung wurde ein Spezialunternehmen angefordert. Da dieses eine Anfahrtszeit von rund eineinhalb Stunden hatte, übernahm die Polizei bis zu dessen Eintreffen die weiteren Verkehrsabsicherungsmaßnahmen.
Nach rund dreieinhalb Stunden konnten die eingesetzten Feuerwehren die Einsatzstelle verlassen. Damit war die Arbeit für unsere Mannschaft jedoch noch nicht beendet: Im Feuerwehrhaus mussten die verwendeten Gerätschaften wieder aufgerüstet sowie die verschmutzten Schläuche und Atemschutzausrüstungen sortiert und für den Transport zur Schlauchwaschanlage beziehungsweise zur Atemschutzwerkstatt vorbereitet werden. Dort werden sie fachgerecht gereinigt, geprüft und anschließend wieder einsatzbereit gemacht.
Galerie
Einsatzdetails
Einsatzstichwort
B 2 - Brand Verkehr/Pkw
Einsatzart
Brand
Einsatz Alarmierung bis Ende
27.08.2026 - 01:52 Uhr bis 05:00 Uhr
(3 Stunden und 8 Minuten )
Einsatzort
Niederaichbach, Königsfelderstraße
Einsatzleiter
FF Niederaichbach
Alarmierungsarten
Alarmierte Einheiten
Fahrzeuge